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Tanzkurse, Workshops, Privatstunden und Hochzeitsvorbereitung für Singles, Paare, und Gruppen

Tanzlexikon der 24dance Tanzschule

Einige dieser Texte oder Teile davon habe ich von Peter Schuler, DEM Tanzlehrer und Tanzsporttrainer aus Berlin kopiert.
Danke Peter!

Ballett

(ital. ballare = tanzen).

Der in künstlerisch stilisierter Form dargebotene Bühnentanz des abendländischen Kulturkreises.

Der Begriff, der ursprünglich nur auf solche Werke angewandt wurde, die auf der "Danse d'école" basieren, also auf dem kodifizierten akademischen Bühnentanz, wird heute auch angewandt auf Folklore-Truppen, Jazz Dance-Truppen, Modern Dance-Truppen und exotische Kompanien.

Cha Cha Cha

Dieser Tanz gehört zu den beliebtesten der lateinamerikanischen Tänze.

Er stammt aus Kuba und hat sich in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zunächst in Amerika, dann aufgrund der Bemühungen von einem weltbereisten ADTV Tanzlerer Herrn Hädrich auch in Deutschland als Gesellschaftstanz durchgesetzt. Cha Cha Cha ist eine aus dem Mambo kommende Tanzform. Er hat sich vom 1945 entstandenen Modetanz zu einem der heute beliebtesten Gesellschaftstänze entwickelt. Sein schneller und harter Rhytmus sprüht wie ein fröhliches Feuerwerk.

Der Tanz

Der Cha-Cha-Cha basiert auf vielen Elementen anderer Tänze. Die Verquickung von Mambo und Rumba ist nicht zu verleugnen, und in der Musik sind sowohl die afro-kubanischen Rhythmen als auch Jazzanteile zu hören.
Der quietschfidele Cha-Cha-Cha wurde leicht gezähmt und hat gegenüber dem Mambo den Vorteil, dass er nicht so schnell in die Beine geht, aber trotzdem temporeich ist.
er rechts - sie links

Taktart

4/4 Takt

Tempo

32 - 34 Takte pro Minute

Tanzrichtung

Der Cha-Cha-Cha ist eigentlich ein Platztanz, dennoch sollte der Herr mit der Front in Tanzrichtung Aufstellung nehmen. Bitte nehmen Sie die Tanzhaltung für die lateinamerikanischen Tänze ein. Fast alle Figuren sind so aufgebaut, dass die Cha-Cha-Schritte seitwärts nach links oder rechts getanzt werden.

Rhythmus

Der Rhythmus ist leicht zu erkennen. Die Schritte 1,2 und 4,5 erfolgen jeweils auf einen Taktschlag. Das Cha-Cha-Cha erfolgt insgesamt auf 2 Taktschlägen, somit also etwas schneller als die beiden vorhergehenden Schritte.

Zählen Sie: 1 - 2 -3 -Cha-Cha - 4 - 5 - 6 - Cha-Cha

Blues

Der Blues mit seinen langsamen Bewegungen und seinen sanften Melodien ist garantiert auf jeder Party und bei jedem Tanzabend vertreten.

Ursprünglich eine Stilart des Jazz, die nicht langsam sein musste (weltliches Gegenstück zum Spiritual).

Nach dem Ersten Weltkrieg bei uns bekannt geworden als langsamer Gesellschaftstanz (4/4 Takt, 18 - 30 T/M, Rhythmus slow-slow-quick-quick, 12-taktige Phrasierung). Wurde in den 20er Jahren als Turniertanz erprobt, aber vom Slowfoxtrott verdrängt.
 Auf der "Great Conference" von 1929 wurde der (Yale)-Blues zu den "Standardtänzen" gerechnet. Von Alex Moore wurde der Blues dann weiterentwickelt.

Wichtig wurde der Blues als Grundlage von Swing und Boogie.

Blues wurde als 11. Tanz ins WTP aufgenommen.

Bolero

Um 1780 aus Spanien kommender Tanz in mässig bewegtem 3/4-Takt zu Castagnetten-Rhythmus mit Beziehungen zum Fandango und Seguidilla; zeichnet sich durch scharfe Akzentuierung aus.

Südamerikanischer Volkstanz im langsamen 4/4-Takt; Grundlage für Rumba-Bolero bzw. Mambo-Bolero.

Berühmte Komposition von Maurice Ravel.

Bossa Nova

(von portugiesisch/brasilianisch bossa nova = new beat = neuer Weg)

Eine 1962/1963 und 1969/1970 beliebte Variante der Samba (4/4-Takt); in Europa um 1964 kurzzeitig Modetanz. Der Bossa Nova ist ein Glied der afro-brasilianischen Samba-Familie, gehört zu den weichen lateinamerikanischen Tänzen, die einen Kontrast bildeten zu den härteren Tänzen aus dem Norden.

Musikalisch eine 1958 entstandene Synthese der afroamerikansichen Musik Brasiliens und dem ebenfalls afroamerikanischen Cool Jazz der 50er Jahre.

Die rhythmische Basis waren traditionelle afrikanische Musikinstrumente: Trommeln, Rasselinstrumente (Cabasso und Tubo = Kürbisse bzw. Bambusrohre mit Samen gefüllt), Schab- und Reibinstrumente (Guiro, Glocken und Claves). Die melodischen, aus dem Jazz stammenden Offbeats wurden jedoch von europäischen Blasinstrumenten (Holz und Blech) gespielt. Wegen der Mischung von Samba und Jazz sprach man auch von Jazz-Samba. Der Bossa Nova wurde für die Musikgeschichte wichtiger als für die Tanzgeschichte. Geblieben sind von Bossa Nova die Catch Steps.

Boston

In den 1870er Jahren in der gleichnamigen Stadt der USA entstanden. Kam zusammen mit dem Cakewalk 1903 nach Europa, war einer der vier Tänze bei der ersten "Weltmeisterschaft" in Paris 1909.

Der Boston wurde so sehr als Repräsentant des neuen Tanzens angesehen, dass die ersten Tanzclubs (London, Berlin, Düsseldorf) sich Boston-Club nannten. Anfangs wurde der Boston nach schneller Walzer-Musik getanzt, die allmählich verlangsamt wurde. Er war gekennzeichnet durch häufige aussenseitliche Position der Partner und wurde wegen der Bewegungspausen auch "Zögerwalzer" genannt. Ein Pariser Tanzlehrer schrieb 1907 (in der Zeitschrift "Der Tanzlehrer"): "Der Boston-Américain ... ist eine Art eingeschlafener Walzer ... Man geht drei Schritte vor, drei Schritte zurück, dreht sich bisweilen ein wenig. Die guten Walzertänzer nennen den Boston den Walzer der Dummen ..." Später wurde er im langsamen Dreivierteltakt, aber mit wenig Drehungen getanzt.

Heinz Pollack (1922): "Welcher Unterschied zwischen ihm und dem Walzer! Statt eines Karussells eine ruhig sanft sich windende Strasse ... Vielleicht wird man auch die Bezeichnung "Boston" zugunsten des Walzers fallen lassen."

J. Jaffé (1926): "Der Tänzer presste beide Hände auf den Rücken der Dame dicht unter den Schulterblättern. Sie legte ihre Finger an die beiden Seiten seines hohen Stehkragens. Dann glitt das Paar auf dem Parkettboden dahin und beugte die Knie von Zeit zu Zeit so tief, dass sie beinahe den Erdboden berührten. Dabei fiel langsam der Kopf der Tänzerin auf die Brust des Tänzers."

Break Dance

Mitte der 70er Jahre im New Yorker Stadtteil South Bronx von schwarzen und puertoricanischen Jugendlichen entwickelter Strassentanz, in seiner pantomimischen Version auch "Electric Boogie" genannt.

Soloshow zur Rap-Musik aus dem Kassettenrecorder ("Rapping" = Sprücheklopfen). Variante des "Hip Hop", bei der das afrikanische Bewegungselement des Breaks (im Tango Corté ) zur Akrobatik gesteigert wird. Charakteristisch sind "gebrochene" Bewegungen wie abgehackte Zuckungen, aber auch akrobatische Luftfiguren und Pirouetten im Kopfstand, auf einem Arm oder auf dem Rücken, Propellerdrehungen mit Seitstrecken der Arme, Schaukeln auf dem gekrümmten Rücken ("Maikäfer"), Spagatsprünge. Wurde von Tanzlehrern und Entertainern als Showeinlagen von der Strasse in die Säle geholt und hat von dort aus das Bewegungsrepertoire der Lateintänzer bereichert (speziell im CCC).
In Europa wurde Breakdance in den 1980er Jahren als Mischung aus afroamerikanischen Tanzstilen (Electric Boogie, Flash Dance, Moon Walking u. a.) populär.

Bump

Ursprünglich Vorwärtsstösse des isolierten Beckens zweier Partner gegeneinander, praktiziert im Shimmy der 20er Jahre im gleichnamigen Modetanz der 70er Jahre.

Im modernen Bump können sämtliche Körperteile gegeneinander "gebumpt" werden: Schultern, Ellbogen, Bauch etc. Die Bumps werden jeweils auf die Taktschläge 2 und 4 ausgeführt (auf 1 und 3 bewegen sich die Partner wider voneinander weg). Anfänger bumpen jeweils mit dem gleichen Körperteil gegeneinander, Fortgeschrittene jeweils mit verschiedenen Zentren. Der Phantasie sind hier wenig Grenzen gesetzt.

Disco Fox | American Hustle

Disco Fox zählt wohl insgesamt zu den meistgetanzten Tänzen des WeltTanzProgrammes und er ist wirklich einfach zu lernen.

Die Mehrzahl der Musikgruppen spielt bei Veranstaltungen fast ausschließlich diesen Rhythmus auf den sich hervorragend mitunter auch Foxtrott, Samba oder Cha Cha tanzen lässt!
 

Der Tanz

Nicht nur die Jugend tanzt diesen Tanz, sondern auch bei der älteren Generation erfreut er sich besonderer Beliebtheit, da er einer der einfachsten Tänze des WTP's ist.
er links - sie rechts
 

Taktart

4/4 Takt
 

Tempo

36 - 48 Takte pro Minute
 

Tanzrichtung

Der Disco-Fox wird am Platz getanzt
 

Rhythmus

Alle Schritte werden im gleichen Rhythmus gesetzt.
Zählen Sie: 1 - 2 - Tap     1 - 2 – Tap
 
Beim Hustle wird anstelle des Tap eine "Ball-change" Bewegung getanzt, ähnlich wie in der Samba, so dass sich ein Muster 1 - 2 - und 3 ergibt. Oder auch lang-lang-schnell-schnell.

Jive | Jitterbug

Der Jive kam als Jitterbug etwa um 1940 nach Europa. Er war der Tanz der Vor-Beat-Generation, die leidenschaftlich Rock'n'Roll, die etwas schnellere Version des Jive, tanzte.

Der Jive ist ein aus Amerika stammender Tanz, welcher sich rasch zum beliebten Gesellschaftstanz entwickelte. Jive ist die international gebräuchliche Bezeichnung für eine Boogieform, deren Musik im Tempo zwischen Blues und Boogie gespielt wird. Bekannt auch als „Blues Boogie“ oder „American Swing“. Jive birgt Spritzigkeit und volle Lebensfreude.
 

Der Tanz

Jive ist der Tanz mit den meisten Namen. Ob Bogie-Woogie, American Swing, Bebop, Rock'n'Roll oder Jitterbug: Gemeint ist derselbe Tanz, der sich jeweils nur hinsichtlich des Tempos unterscheidet.
Man sagt, dass die Wiege des Jive in dem New Yorker Stadtviertel Harlem stand. Aus alten volkstümlichen Elementen entstand ein Tanz mit unverwechselbarem Rhythmus.
er links - sie rechts
 

Taktart

4/4 Takt
 

Tempo

36 - 44 Takte pro Minute
 

Tanzrichtung

Der Jive gehört zu den Platztänzen. Es ist jedoch zu empfehlen, dass Sie zunächst in Tanzrichtung stehen. Die Tanzhaltung ist sehr locker, das heißt die gefassten Hände können durchaus nach unten, etwa bis in Hüfthöhe abgesenkt werden.
 

Rhythmus

Die Schritte werden alle schnell gesetzt, zum Ausruhen ist keine Zeit.

Zählen Sie:
1       2         3 und 4                 5 und 6
rück platz    Wechselschritt   Wechselschritt

Langsamer Walzer

(English Waltz)

Der langsamer Walzer gilt als der schönste der Standardtänze, daher erfreut er sich auch großer Beliebtheit.

Seine schwingenden Pendelbewegungen und Raum gewinnenden Drehungen verleihen ihm einen weichen und runden Charakter. Er entwickelte sich in den 20er Jahren in England aus dem Boston und heißt daher auch (English) Waltz. Die linearen Bewegungen des Boston verwandelten sich dabei in raumgreifende Drehungen, in denen das Paar wie ein Pendel von Höhepunkt zu Höhepunkt schwingt. Der Langsame Walzer gilt als der schwierigste Standardtanz. Das weiche Ein- und Ausschwingen zur schmelzenden Musik klassischer Waltz-Melodien macht ihn zum „Tanz des Herzens“.

Mambo | Salsa

Durch die Tanzfilme "Dirty Dancing" und "Salsa" wurde Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts in Europa ein Mambo-Fieber ungeahnter Größe ausgelöst.

Hauptsächlich die "junge Generation" schwingt nun die Hüften zu den "teuflischen" Rhythmen aus Kuba.
 

Der Tanz

Ob Mambo oder Salsa, beide Tänze basieren auf alten kubanischen Rhythmen. Eine Unterscheidung der beiden Tänze ist schwierig und basiert im Prinzip nur auf einem angedeuteten Zwischen-Tip während der langen Zählzeit.

Seit Mitte der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts ist der Mambo aus der New Yorker Tanzszene nicht mehr wegzudenken. Diese faszinierende und eingehende Musik fand im "Schmelztiegel der Nationen" großen Anklang, die dazugehörenden Bewegungen wurden ständig weiterentwickelt. Mambo und Salsa gehören schon seit langer Zeit zum festen Repertoire in amerikanischen Tanzschulen.

In Europa konnte sich der Mambo zunächst nicht etablieren. Waren die Europäer doch nicht in der Lage oder besser willens, während des Tanzens Brustkorb und Hüfte separat rhythmisch zur Musik schwingen zu lassen. Erst nachdem man gelernt hatte, sich beim Cha-Cha-Cha und auch bei den unterschiedlichen Formen des Jazz-Tanzes "locker" zu bewegen, konnte der Mambo Einzug in die Tanzschulen halten.
er links - sie rechts
 

Taktart

4/4 Takt
 

Tempo

46 - 49 Takte pro Minute
 

Tanzrichtung

Der Mambo/Salsa ist abgesehen von großen Figuren ein Platztanz. Somit ist die Tanzrichtung unerheblich.
Rhythmus
Beim Mambo zählen Sie: schnell - schnell - lang - schnell - schnell - lang
Salsa wird: 1 - 2 - 3 - … - 5 - 6 - 7 - … gezählt.

Paso - Doble

(Tempo: 62-64 Takte p. Min. 2/4 Takt)

Die Gesellschafts- und Turnierform der heutigen Zeit entstand aus einem spanischen Paartanz im Marschrhythmus und stellt tänzerisch die Interpretation des Stierkampfs in der Arena dar.

Der Herr stellt tänzerisch den Torero dar, während die Dame tanzend die Capa, das rote Tuch, in seinen Händen ist. Paso-Doble bedeutet übersetzt Doppelschritt.

Quickstep

 (Tempo: 52 Takte p. Min. 4/4 Takt)

Quickstep entstand Mitte der 20er Jahre, als parallel zum Onestep das Tempo des Foxtrott beschleunigt wurde.

Im Gegensatz zum Langsamen Walzer, mit dem ihn geschlossene Drehungen und Chasses verbinden, ist der Quickstep dadurch charakterisiert, daß die Körpergeschwindigkeit bei Slow fast die gleiche ist, wie bei Quick oder bei besonders schnellen Schrittfolgen (z.B. Pepperpot / Schaufel).

In der Familie der Standardtänze gilt er als „der Sekt unter den Weinen“ perlend in seinen lang gestreckten Bewegungen und spritzig in seinen Hüpferschritten.
Der populärere Foxtrott ist langsamer und wird nicht so raumgreifend getanzt wie der Quickstep.
Zwei langsame Schritte wechseln sich mit zwei schnellen Schritten ständig ab und werden mit gemütlichen Figuren kombiniert. Der Foxtrott hat sich aus dem Schieber entwickelt und ist fast auf jede Musik anzuwenden.

Rumba

Dieser aus Kuba stammende und eher langsamere Tanz ist über England zu uns gelangt. Er zählt inzwischen zu den Klassikern der lateinamerikanischen Tänze, mit ihm begann seinerzeit der Siegeszug dieser Tänze auf dem europäischen Tanzparkett.

Die Rumba ist verwandt mit der Habanera und fand zunächst im Jahre 1930 als Caree-Rumba in Europa Aufnahme als Gesellschaftstanz. Sie ist ein afrokubanischer Werbungstanz. Als Turniertanz und auch in vielen Tanzschulen wird dieser klassische Lateiner im Stil des Mambo-Bolero getanzt

Der Tanz

Der ursprünglich afro-kubanische Liebestanz kam 1930 zunächst als Modetanz, der Carré-Rumba, nach Europa. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Rumba weiter, heute tanzt man den Mambo-Bolero-Stil. Der Tanzstil ist nach wie vor werbend, die Bewegungen der Tänzer sind erobernd und erotisch, dabei darf die für diesen Tanz so typische Hüftbewegung nicht fehlen.

er rechts - sie links
 

Taktart

4/4 Takt
 

Tempo

28 - 30 Takte pro Minute
 

Tanzrichtung

Die Rumba zählt zu den so genannten Platztänzen. Der Einfachheit halber beginnt der Herr mit der Front in Tanzrichtung. Bitte keine raumgreifenden Bewegungen aufs Parkett legen.
 

Rhythmus

Auf Taktschlag 1 und 2 erfolgt ein langer Schritt.
1 ist der Schritt und bei 2 ist eine Pause.
Zählen Sie: lang - schnell - schnell - lang - schnell - schnell - lang
die langsamem Schritte erfolgen auf die Taktschläge 1 und bzw. 4
zählen Sie:
seit     - Wiege    seit - Wiege
1           2  - 3       4         5 - 6

Samba

Die spritzige und lebendige Samba stammt in seiner Urform aus Brasilien.

Dort tanzen die Einheimischen tagelang - besonders in der Karnevalszeit - in wilder Ausgelassenheit Samba, ja es findet sogar ein echter Wettkampf der Sambaschulen statt.
Die Samba stammt aus einer afrikanisch-brasilianischen Volkstanzform. In seiner heute noch beim Karneval in Rio in den Straßen getanzten Form, wird dieser Tanz sehr lebendig und schnell mit Besessenheit - bis zur Ekstase - getanzt. Als Gesellschafts- und Turniertanz wird die Samba lebendig und spritzig getanzt, jedoch langsamer als bei den Straßentänzen in Rio.
 

Der Tanz

Die Grundform des Sambas geht auf uralte Kreistänze der Bantu-Neger zurück. Etwa 1920 kam er über den Ozean, fand aber zunächst wenig Anhänger. Erst 1948 war der Tanz für "die Tanzverrückten" wieder auf den Tanzflächen gefragt. Bisher hat er sich als der variationsreichste Gesellschafts- und Turniertanz entwickelt. Samba ist nicht ganz leicht, da viele Figuren mit starken Körperbewegungen, vor allem mit Bewegungen der Hüfte verbunden sind. Um dies perfekt zu beherrschen, bedarf es einiger Übung. Versuchen Sie, die Figuren so locker wie möglich zu tanzen.
er rechts - sie links
 

Taktart

2/4 Takt
 

Tempo

53 - 60 Takte pro Minute
 

Tanzrichtung

Beginnen Sie zunächst mit der Front zur Wand, die Dame steht in lateinamerikanischer Haltung gegenüber. Später können Sie die Promenadenschritte entlang der Tanzrichtung tanzen.
Rhythmus
Zählen Sie 1 +2, 3 +4

Slow Foxtrott

(Tempo: 30 Takte p. Min. 4/4 Takt)

Slow Foxtrott entstand um 1900 aus dem Ragtime und amerikanischer Marschmusik und entwickelte sich zum Klassiker unter den „englischen Tänzen“.

Die linearen Schrittmuster, auf natürlicher Gehbewegung basierend, wirken bei kunstvoller musikalischer Interpretation und lässigem „Understatement“ faszinierend. Der Slow Foxtrott zeichnet sich durch seinen kontinuierlichen dennoch schwierigen Bewegungsfluss aus.

Tango

Der Rhythmus des Tangos kann seinen lateinamerikanischen Ursprung in keinster Weise verbergen. Aufgrund des Aufbaus seiner Figuren wird dieser Tanz aber dennoch den Standardtänzen zugeordnet.

Er stammt aus Argentinien und ist dem Stakkato der Musik entsprechend geprägt vom Wechsel zwischen Aktion und Pause. Die „ruckartigen“ Aktionen werden im Knie weich abgefangen, was dem Tango das Doppelgesicht verhaltener Leidenschaftlichkeit gibt. Die „gehaltenen“ Pausen verhindern "Körperschwung“ und damit verbundene Hebungen und Neigungen.
 

Der Tanz

Der Tango ist ursprünglich in den Einwanderervierteln von Buenos Aires entstanden, was dazu führte, dass die feine Gesellschaft ihn verpönte. Anfang dieses Jahrhunderts kam er nach Paris, noch 1913 bewerteten die Engländer ihn als höchst unschicklich, und im Dritten Reich war er sogar verboten.
 
Trotz zahlreicher Wandlungen sind die Wechsel von Aktion und Pause, von harten und weichen Bewegungen geblieben. Dynamik und Sanftmut müssen von den Tänzern bei der Interpretation dieses Tanzes zum Ausdruck gebracht werden, fließende Bewegungen sind unangebracht. Besser sind Staccatoschritte, die besser gelingen, wenn der Tänzer dazu leicht in die Knie geht und die Schritte bewusst setzt (nicht gleiten).
er links - sie rechts
 

Taktart

2/4 Takt
 

Tempo

33 - 35 Takte pro Minute
 

Tanzrichtung

Beginnen Sie mit der Front zur Wand. Die so genannten Gehschritte auf die Wand oder rückwärts zur Mitte tanzen. Promenaden sinnvoller weise entlang der Tanzrichtung ausführen, dort können Sie "Raum gewinnen", oder leicht schräg zur Mitte. Insgesamt bewegen Sie sich seitlich in Tanzrichtung.
 

Rhythmus

Die Figuren sind sehr umfangreich. Ein langsamer Schritt bedarf 1 Taktschlag, ein schneller 1/2 Taktschlag.
Zählen Sie:
lang, lang,      kurz, kurz, lang,    kurz, kurz, lang
1        2             Wie- ge-schritt     Ab-schluß-schritt

Wiener Walzer

Es wird vielfach behauptet, dass der Wiener Walzer nicht mehr gerne getanzt wird. Auch wenn er in den letzten Jahren etwas seine Popularität eingebüßt hat, so gehört er immer noch zu den Musikstücken, bei denen sich die Tanzflächen füllen.

Er ist mit seinen Varianten (z.B. dem Ländler) ein uralter, vor allem im Alpenraum beheimateter Volkstanz der wegen seiner „Ungezügeltheit“ oft bekämpft wurde. Am preußischen Hofe wurde er 1794 verboten, während er 20 Jahre später auf dem Wiener Kongress Triumphe feierte. In Deutschland wurde er 1932 ins Turnierprogramm aufgenommen. Der Reiz des Wiener Walzers liegt nicht im Figurenmaterial, sondern im berauschenden Körperschwung.

Der Tanz

Der Wiener Walzer ist der traditionsreichste und älteste Tanz der Gesellschaftstänze. Er geht auf einen uralten, im Alpenraum beheimateten Volkstanz, den Ländler, zurück. Wegen der ständig kreisenden Bewegungen galt er zeitweilig als "ungezügelt" und wurde verboten. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts feierte er auf dem Wiener Kongress, nicht zuletzt durch das Engagement des Komponisten Johann Strauß, wahre Triumphe. In dieser Zeit wurde Wien zur Walzerstadt.
er rechts - sie links

Taktart

3/4 Takt bzw. 6/8 Takt
 

Tempo

60 Takte pro Minute
 

Tanzrichtung

Die Drehungen werden in Tanzrichtung getanzt, bei den Pendelschritten dreht der Herr immer solange, bis er mit der Front in Tanzrichtung steht. Es ist wichtig, dass Sie die Drehungen korrekt ausführen, sonst landen Sie in der Mitte oder an der Wand. Jede Drehung beträgt 360 Grad und wird beim 3/4 Takt auf zwei Takten getanzt bzw. beim 6/8 Takt auf einem Takt getanzt.
 

Rhythmus

Alle Schritte sind gleichmäßig lang, es wird auf jeden Taktschlag ein Schritt gesetzt.

Zählen Sie: 1 - 2 - 3     1 - 2 - 3     bzw. 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6